Ein Reinigungsplan legt fest, was, wie oft, wann, womit und von wem gereinigt wird, und wie das kontrolliert wird. Er besteht aus Bereichen, Tätigkeiten, Rhythmus, Zeiten, Reinigungsmitteln, Verantwortlichen und einem Nachweis. In Kitas, Schulen und Pflegeheimen ist er Teil des gesetzlich vorgeschriebenen Hygieneplans, in Arztpraxen Standard.
Was ein Reinigungsplan ist
Ohne Reinigungsplan wird nach Gefühl gereinigt, und dann wird mal zu viel und mal zu wenig gemacht. Ein guter Plan schafft Klarheit für alle Beteiligten und ist die Grundlage, um Qualität zu kontrollieren. Dieser Artikel zeigt, was hineingehört und wie ein Beispiel aussieht.
Ein Reinigungsplan ist eine schriftliche Übersicht aller Reinigungsaufgaben in einem Gebäude. Er dient den Reinigungskräften als Arbeitsanleitung und dem Auftraggeber als Maßstab für die Kontrolle. Bei Dienstleistern heißt die ausführliche Form Leistungsverzeichnis.
Was in einen Reinigungsplan gehört
- Bereich: zum Beispiel Büros, Sanitär, Küche, Treppenhaus
- Tätigkeit: was genau gemacht wird, etwa Böden feucht wischen
- Rhythmus: täglich, wöchentlich, monatlich
- Zeitpunkt: vor Arbeitsbeginn, abends, am Wochenende
- Mittel und Geräte: welches Reinigungsmittel, welche Dosierung
- Verantwortlich: wer die Aufgabe erledigt
- Nachweis: Unterschrift oder digitales Protokoll
Beispiel für ein Büro
| Bereich | Tätigkeit | Rhythmus |
|---|---|---|
| Arbeitsplätze | Papierkörbe leeren, Tische feucht wischen | täglich |
| Böden | saugen oder feucht wischen | täglich |
| Sanitär | WC, Waschbecken, Spiegel reinigen, Material auffüllen | täglich |
| Teeküche | Oberflächen, Spüle, Kühlschrank außen | täglich |
| Türen und Griffe | feucht abwischen | wöchentlich |
| Glasflächen innen | Glastüren und Trennwände | wöchentlich |
| Fenster | innen und außen | vierteljährlich |
| Grundreinigung | Böden tief reinigen, einpflegen | jährlich |
Beispiel für ein Büro mit rund 200 Quadratmetern. Der Plan wird an Nutzung und Belegung angepasst.
Unterschied zum Hygieneplan
Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas, Schulen und Pflegeheime sowie medizinische Einrichtungen müssen nach dem Infektionsschutzgesetz einen Hygieneplan haben. Der Reinigungsplan ist dort ein Teil davon und enthält zusätzlich Desinfektion, Einwirkzeiten und Farbkennzeichnung der Reinigungstücher, damit keine Keime zwischen Bereichen verschleppt werden.
Farbsysteme für Tücher und Eimer, etwa Rot für WC und Blau für Möbel, sind in Praxen und Kitas Standard und verhindern Verschleppung.
Wie Sie die Umsetzung kontrollieren
Ein Reinigungsplan wirkt nur, wenn er kontrolliert wird. Bewährt haben sich regelmäßige Begehungen anhand des Plans, ein kurzes Protokoll mit Fotos und ein fester Ansprechpartner, an den Mängel gemeldet werden.

